Whisky Lagerort, Whiskylager

Fässer Teil 7 – Lagerzeit und Lagerort

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Lagerzeit und Lagerort sind zwei Faktoren, die bei der Whiskyproduktion eine sehr große Rolle Spielen. Sie beeinflussen den Geschmack und das Aroma des Whiskys.

Lagerzeit

Je länger der Whisky gelagert wird, desto runder und komplexer wird er im Geschmack.

Hier kann man sehen, wie sich die einzelnen Geschmacksaromen und Geschmacksnoten über die Jahre im Fass verändern:


Über die Jahre der Reifung hinweg baut sich der alkoholische Geschmack im reifenden Destillat immer weiter ab. So wird der Whisky immer milder und verliert seine Schärfe (alkoholisches Brennen). Allerdings verliert er auch einen Teil seines rauchigen Geschmacks.

Die Stoffe, die in dieser Zeit aus dem Holz herausgelöst werden verleihen ihm allerdings zusätzlich würzige und holzige Aromen und durch die Tannine eine gewisse Trockenheit.

Wie lange der Whisky lagert entscheidet die Brenerei. Sie wählen den richtigen Zeitpunkt aus, um den richtigen Charakter für ihre Whiskys zu finden. Bei den meisten Abfüllungen liegt die Lagerzeit zwischen 3 und 10 Jahren.

Bei tropischen verhältnissen, wie z.B. in Indien erfolgt die Reifung ca. 3 mal so schnell wie in Schottland.

Lagerort

Der Lagerort sollte relativ kühl sein (ca. 10-15°C), weil dadurch das Holz der Fässer am besten „atmen“ kann. Die Umgebungsluft, die aufgenommen wird, wirkt sich wiederum auf die Komplexität des Whiskys aus. Werden die Fässer zum Beispiel in der Nähe der Küste gelagert, dann nehmen sie die Aromen der rauen Seeluft auf – der Whisky erhält maritime Noten von Salz und Seetang. Durch Lagerung in den Highlands erhält der Whisky Aromen von Heidekräutern.

Whisky & Fässer

Hier gibt es alle acht Artikel zur Beitragsserie „Fässer“.

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